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Die Familie des „Architekten des Königs“ Friedrich-Ludwig Persius zugewanderte Italiener? Wo kommt der für Preussen ungewöhnliche Name ‚Persius’ her? Wie kommt diese Familie nach Preussen, nach Potsdam? Am 20.07.1644 immatriculierte
sich an der damaligen Universität Helmstedt ein Joannes
Persius, Helmstadiensis.
Eine zweite Eintragung gleichen Namens erfolgte am
24.05.1650. In den Pfarrbüchern zur Altmark
– heute Ohre-Kreis in Sachsen-Anhalt
heißt es zu einem Persius, Johannes :"...
errichtet Wohnort 1658 in
Flechtingen." Der Geburtsort dieses wird mit Helmstedt, Jahr 1628
angegeben, was jedoch nicht erwiesen ist. Dieser Persius,
Johannes, nachweisbar
ist der ältest bekannte Vorfahre (4 Generationen, siehe
Ahnentafel) des „Architekten
des Königs“ F.L.Persius, Potsdam. |
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| Ein ältest bekannter Persius Aulus Flaccus Persius
lebte von 34-62 n.Chr., geb. in Volterra, Italien, gest. 62 n.Ch.
Campania, Italien. “Lernt, Unselige, forscht nach dem Grund und Wesen der Dinge: Was wir sind, und wozu wir ins Leben geboren, und welche Ordnung gesetzt, ... und wie Gott dich haben hat wollen, und an welcherlei Stelle im Menschengetriebe dein Platz sei.“ |
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Aulus Flaccus Persius |
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Ist somit der Name Persius römischen Ursprungs? Wohl kaum. Dieser Römer wird seinen Namen ableiten aus dem griechischen Persia und wird bedeuten: „Der Mann aus Persien“, womit nicht dieser Aulus Flaccus Persius gemeint sein kann, sondern einer seiner Vorfahren stammt aus Persien oder war als Consul oder in ähnlicher Verwaltungsstellung oder als Kaufmann im damaligen Persien. |
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Im 16. Jahrh. erscheint der Name Persius oder ähnliche Formen in den Universitätsmatriceln der norddeutschen und mitteldeutschen Universitäten im 16. und 17. Jahrh. mehrfach. Ebenfalls sind in den Matricelverzeichnissen europäischer Universitäten, z.B. Padua ‚Persius’ zu finden, auch ähnliche nachweisbare Namensformen wie: ‚Perzius’ – ‚Pertzius’ – ‚Petzius’ – ‚Peccius’ und auch vom Namensstamm etwas weiter entfernt: ‚Perse’ – ‚Perseke’ – ‚Pecaeus’. Der bislang zweit ältest bekannte Persius der nachrömischen Zeit ist ein späterer Dr. Philipp Persius von Lonstorff (Lohnsdorf) * 26.Jan.1569 Ellrich/Nordhausen/ Thüringen, luth.(?). Sein Ersteintrag in der Matricel der UNI Helmstedt 1590 lautet: „Philippus Persius, Elricensis gratis“ . Er studierte 1590 bis 1593 in Helmstedt Philosophie und Medizin, wobei er sich dort ein zweites Mal mit etwas anders geschriebenem Namen 1591 in den ‚Facultas medica Helmstadiensis’ einträgt als: „Philipuss Pertius, Erlicensis“, gemeint ist Elricensis. Sein Studium setzte er in Basel fort und beendete dieses dort als magister artium in Basel den 27.Jan.1598 Dr. med. (philosophiae et medicinae simul magister et doctor pronunciatus) ; seine Dissertation trägt den Titel: „Cl. Galeni de causis...A Phillipo Persi Elrichense Cherusco in Propositiones...Basiliae 1598“. Schon während seiner Arbeit an der Dissertation wird er als ‚Landschaftsphysikus’ von der Stadt Linz im heutigen Oberösterreich, damals ‚ob der Ens’ genannt, angeworben, unterbricht seine Dissertation im Herbst 1597 zum Einstellungsgespräch, kehrt im Winter zurück nach Basel um diese fertig zu stellen, wohnte und praktizierte infolge Entscheidung der Stände v. 23.August 1597 ab 1598 in Freistadt, Oberösterreich. Dort betrieb er mit Billigung der Stände auch eine Apotheke. Ab spätestens 1612 ist er dann in Linz/Oberösterreich als Stadtarzt der freien Stände tätig schreibt und veröffentlicht das ‚Pestilenzbüchlein’. Er ist nachgewiesen zeitweise ärztlicher Berater des Kaisers Ferdinand II, wird geadelt, muss dennoch im Zuge der Gegenreformation um 1625/30 die habsburgischen Lande verlassen,lebt dann mit Ehefrau und bislang 4 nachgewiesenen Kindern in Ortenburg bei Passau, wo er: „in dem Herrn seelig entschlafen, mit einem ansehnlichen Kondukt in Steinkirchen beim Altar zum Chor gegraben ist.“ (Todestag lt. R 89 LP Stolberg-Stolberg den 16/26 Jan. 1644). Der Kondukt ist erhalten. Er hatte vier Söhne, deren Lebensläufe bekannt sind, die alle studiert haben, teils Jura, teils Medizin, in Padua, Wien, Jena, Altdorf und teilweise allerhöchste Reichsämter in Wien und Regensburg innehatten. Ab Ende des18. Jahrh. sind aus dieser Familie in Deutschland keine männlichen Nachkommen erwiesen. |
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Dr. Joachim Persius, |
Universität zu Altdorf |
Bekannt ist der Name des Vaters dieses Dr. Philipp Persius von Lonstorff . Es war ein Joachim Persius , geb.? ; gest.? Beruf ? Wohnort, zu mindest zeitweise: Ellrich/Nordhausen/Südharz/ heute in Thüringen, der somit ältest nachgewiesene Persius nachrömischer Zeit. Eine Urkunde, 1686 in Nürnberg veröffentlichte Biographiesammlung von damals bekannten Ärzten, benennt ihn als „...,Patre joachimo Persio,...“. Der uns nunmehr so bekannte Sohn dieses Joachimo Persio, der spätere Dr. Philipp Persius von Lonstorff wird Brüder oder Cousins gehabt haben. Etwa zeitgleich zu seiner Matriceleintragung in Helmstedt sind an weiteren nord- und Mitteldeutschen Universitäten Matriceleintragungen gleichen oder ähnlichen Namens enthalten. Ist dieser Joachim Persius aus Ellrich der Großvater unseres derzeitig ältest nachgewiesenen Persius, des Joannes Persius, Pfarrer in Flechtingen? Wo kommt der Name ‚Persius’ her?
Diese Kurzfassung eines Forschungsstandes vom Herbst 2005 sei nun veröffentlicht Es ist und bleibt eine spannende Frage und Suche. Das Auffinden neuer Quellen, Dokumente und Literaturen ist nicht ausgeschlossen und so wird diese Seite in den nächsten Jahren Einiges an Ergänzung erhalten. Für den Quellennachweis zeichnet verantwortlich: Bilder zu PERSIUS – www-Adressen: Zu Dr. Johann-Joachim Persius zu Lohnsdorf, Sohn des
Dr.med. Johann-Phillipp Persius zu Lohnsdorf zu Aulus Flaccus Persius, lebte von 34-62 n. Chr. zu F.L.Persius: |
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