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Als Christian Ludwig Samuel Sello, Sohn des Johann Samuel S., Königlicher Hofgärtner im Terassenrevier von Sanssouci, 1837 starb, konnte man nur noch eine recht bescheidene Grabstätte an der Rückwand des Bornstedter Friedhofs erwerben, eingeklemmt zwischen einem Erbbegräbnis und einer Gruft. Wahrscheinlich wählte man diese kleine Grabstelle, weil man hier eine Möglichkeit zur Erweiterung sah. Jenseits der Friedhofsmauer befand sich eine Lehmgrube; hinter dem Sello-Grab aber lag das Gelände auf dem gleichen Niveau wie der übrige Friedhof. 1842 erwarb der Hofgärtner Hermann Sello, Nachfolger seines Vaters im Terassenrevier, ein "geräumiges Erbbegräbnis" von dem Kossäthen Rietz zum Preise von 125 Taler Courant. Für das kleine Gartenstück waren außerdem jährlich Naturalabgaben zu leisten: an den Pfarrer zu Bornstedt: 6 Metzen Roggen, an die Schule: 8 Metzen Roggen, 1 Bratwurst, 1 Brot und 4 Eier.1845 gab es zwei unerwartete Todesfälle: Louise Schnee geb. Sello, Hermann Sellos Schwester, starb im Januar, Ludwig Persius, sein Schwager, im Juni. Zur Lehmgrube hin hatte man eine Stützmauer errichtet, das Grundstück wurde nun mit einer Mauer aus gelbem Glindower Klinker und Pergola umgeben. Persius, Architekt des Königs, erhielt ein kunstvolles Grabmal, während für Louise Schnee - und später für die ganze Familie Schnee - die für die Sellos typischen Granitfindlinge gewählt wurden. |
Entwurf der Pergola - im Konvolut der Akten betreffend den Erwerb des Grundstücks, bei den Maurerrechnungen, 1850 (Familienbesitz) |
Grabmal des Ludwig Persius |
Grabmal des Peter Joseph Lenné |
Grabmal des Emil Illaire |
| Skizzen aus dem Notizbuch Theodor Fontanes |
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In den Jahren bis 1866 hatte es nur wenige Beisetzungen auf dem Sello-Friedhof gegeben. Am 14. Januar 1866 starb Aline Sello, Hermann Sellos Frau, wenige Tage nach ihr Peter J. Lenné. Als Katholik konnte er in Potsdam keine Grabstelle bekommen, so nahm Hermann Sello ihn auf seinem Privatfriedhof auf. Im März starb Hofbaurat Ferdinand v. Arnim, im Mai Ernst Emil Illaire, Chef des Zivilkabinetts.Auch diesen beiden überließ Hermann Sello zwei Grabstellen. Man erwarb ein weiteres südlich angrenzendes Geländestück von 7 1/2 Quadratfuß zum Preis von 185 Talern von dem Kossäthen Rietz. Die Naturalabgaben wurden durch Geld abgelöst. In den folgenden Jahren wurden der Bornstedter Friedhof und der Sello-Friedhof umgestaltet.
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Grabmal der Eheleute Illaire |
Grabmal der Eheleute Aline und Hermann Sello |
Teilansicht des Familienfriedhofes |
Teilansicht des Familienfriedhofes |
Grabmal Hermann Sello mit Kränzen zum 200. Geburtstag
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